Am vergangenem Wochenende kämpfte das Chambtalerteam im Final Four der Championsleague in Brcko (Bosnien Herzegowina), wo man als Titelverteidiger antrat. Unterstützt wurde das Team von zahlreichen Fans, die den weiten Weg nach Bosnien Herzegowina auf sich nahmen. Bereits im Vorfeld fand die Auslosung für die Spiele im Halbfinale statt. Im Halbfinale des Final Four der Championsleague traf das Chambtalerteam erneut auf den Deutschen Serienmeister RW Zerbst. In diesem deutschen Duell ging das Team von Sachsen Anhalt als Favorit in die Partie.
Im ersten Spielabschnitt gegen Zerbst kamen beim Chambtalerteam Milan Svoboda, Mathias Weber und Jan Sandler zum Einsatz. Svoboda konnte gegen Tim Brachtel mit 3:1 und 611:594 (159:158, 131:144, 152:147 und 169:145) Kegeln sein Duell für sich entscheiden. Eine spannenden Kampf lieferte sich Mathias Weber gegen Daniel Barth. Mit 2:2 und 642:640 (172:150, 138:165, 149:185 und 175:140) Kegeln konnte sich hier Weber aufgrund einer Aufholjagd auf der letzten Bahn durchsetzen. Jan Sandler konnte dagegen gegen die überragende Bestleistung von Lukas Funk nicht mithalten. Mit 1:3 und 619:704 (167:156, 163:184, 144:179 und 145:185) Kegeln ging hier der Mannschaftspunkt an Zerbst. So lag man zur Spielhälfte mit 2:1 in Führung. Im Gesamtergebnis war man mit 1872:1938 (-66) Kegeln im Rückstand. (Bild links zeigt Daniel Schmid, der gegen Zerbst Mannschaftsbester war)
Anschließend spielten Jürgen Pointinger, Daniel Schmid und Michael Kotal für das Chambtalerteam. Jürgen Pointinger konnte Lukas Huber/Robert Ernjesi (eingew. nach Wurf 65) mit 3:1 und 632:598 (155:140, 174:154, 161:132 und 142:172) Kegeln nieder halten. Mit der Teambestleistung holte sich auch Daniel Schmid gegen Mario Nüsslein mit 2,5:1,5 und 653:638 (150:162, 174:169, 169:147 und 160:160) Kegeln den Mannschaftspunkt. Eine hervorragende Leistung lieferte erneut Michael Kotal ab, der gegen Christian Wilke/Alex Karl (eingew. nach Wurf 90) mit 3:1 und 643:602 (152:143, 164:151, 170:142 und 157:166)
Kegeln die Oberhand behielt. Am Ende lag das Chambtalerteam mit 5:1 Mannschaftspunkten in Führung. Mit einem Gesamtergebnis von 3800:3776 (+24) Kegeln sicherte man sich auch die beiden Kegelpunkte, so dass man mit einem 7:1 Erfolg erneut Zerbst im Halbfinale bezwang und ins Finale einzog. Im anderen Halbfinale setzte sich KK Zapresic (Kroatien) gegen Zalaegerszegi TK (Ungarn) mit 6:2 und 3900:3878 Kegeln durchsetzten.
Im Finale wusste man Aufgrund des starken Auftreten von Zapresic, dass man vor einer sehr schweren Aufgabe steht. Das Chambtalerteam spielte mit der gleichen Aufstellung wie gegen Zerbst und begannen mit Milan Svoboda, Mathias Weber und Jan Sandler. Svoboda musste sich in seinem Duell gegen Matej Legaj knapp mit 1:3 und 623:633 (156:146, 152:156, 166:168 und 149:163) Kegeln geschlagen geben. Mathias Weber lieferte sich gegen Manev Branko ein Duell auf Augenhöhe. Mit 2,5:1,5 und 659:651 (166:166, 186:169, 143:178 und 164:138) Kegeln holte Weber den Mannschaftspunkt für das Chambtalerteam. Jan Sandler zeigte eine sehr gute Leistung, konnte aber aber am Ende gegen den Tagesbesten Alen Kujundzic klar mit 0:4 und 669:705 (179:189, 174:176, 161:164 und 155:176) Kegeln nicht mithalten. So lag man nach Mannschaftspunkten mit 1:2 zurück. Im Gesamtergebnis hielt sich der Rückstand mit 1951:1989 (-38) Kegeln noch in Grenzen.
Im zweiten Spielabschnitt spielte für das Chambtalerteam Jürgen Pointinger, Daniel Schmid und Michael Kotal. Pointinger gewann sein Duell gegen Mario Fridl/Martin Zekic klar mit 3:1 und 628:576 (157:133, 162:168, 166:150 und 143:125) Kegeln. Daniel Schmid blieb unter der Leistung vom Halbfinale und zog gegen Matija Mance mit 2:2 und 608:621 (146:158, 132:157, 163:148 und 167:158) Kegeln den Kürzeren. Auch Michael Kotal kam im Finale nicht richtig ins Spiel und hatte am Ende gegen Luka Bolanca mit 1:3 und 594:646 (148:176, 146:166, 155:160 und 145:144) Kegeln das Nachsehen. Am Ende lag das Chambtalerteam mit 2:4 Mannschaftspunkten zurück. Mit einem Gesamtergebnis von 3781:3832 (-51) Kegeln gingen auch die beiden Kegelpunkte an Zapresic, so dass man mit 2:6 das Finale verlor. Trotzdem war es eine hervorragende Leistung des Chambtalerteam, die mit dem Gewinn der Silbermedaille stolz die Heimreise antreten konnten. Ein Dank galt den mitgereisten Fans, die den weiten Weg nach Bosnien Herzegowina auf sich nahmen und die Mannschaft unterstützten.Im Spiel um den dritten Platz musste sich RW Zerbst gegen Zalaegerszegi TK klar mit 2:6 und 3858:3983 Kegeln geschlagen geben. (Bild rechts zeigt das Chambtalerteam bei der Siegerehrung)