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Chambtalkegler gewannen den NBC-Pokal

05.10.2019
Bild zeigt das strahlende Chambtalerteam mit dem Pott

Chambtalkegler gewannen den NBC-Pokal

Raindorfer Bundesligaherren qualifizieren sich für die Champions League

Weitere Vereinsgeschichte schrieben die Chambtalkegler in der vergangenen Woche, als man in Slavonski Brod (Kroatien) den NBC-Pokal gewann. Mit dem Sieg des NBC-Pokals hat sich das Raindorfer Bundesligateam auch für die Champions League qualifiziert und ist in der Weltspitze des Kegelsports angelangt. Jedoch waren die Bahnen im kroatischen Slavonski Brod nicht leicht zu bespielen. So konnten in der Quali-Runde lediglich 7 von 156 Startern die 600er Marke erreichen. Unterstützt wurde das Team von zahlreichen Fans, die sich für dieses Kegel-Highlight extra eine Woche Urlaub nahmen.

Am ersten Qualifikationstag kamen Daniel Schmid und Michael Kotal zum Einsatz. Daniel Schmid legte eine souveräne Vorstellung hin und übertraf mit 624 Kegel als ersten die 600er Marke auf den nicht leicht zu spielenden Bahnen. Auch Michael Kotal kämpfte um jeden Kegel und zeigte eine glänzende Leistung. Mit 598 Kegel verfehlte er nur knapp die 600er Grenze und hatte im vorletzten Wurf Pech, als der letzte Kegel einen Bruchteil einer Sekunde zu spät fiel. Insgesamt war aber Teammanager Elmar Diermeier mit den Auftreten seiner Spieler sehr zufrieden. Mit 1222 Kegel lag man auf dem ersten Platz, jedoch hatte Zalaegerszegi TK (Ungarn) erst einen Spieler im Einsatz, der mit 645 Kegel Turnierbestleistung spielte. Am zweiten Spieltag der Quali-Runde kamen Christian Schreiner und Milan Svoboda zum Einsatz. Schreiner erzielte 567 Kegel und musste sich diese hart erkämpfen. Svoboda konnte mit 607 Kegel ebenfalls die 600er Marke übertreffen. Im aktuellen Gesamtergebnis lag man mit 11 Kegel hinter den Ungarn weiterhin auf einem guten zweiten Platz. Nun sollten Manuel Lallinger und Philipp Grötsch den Halbfinaleinzug perfekt machen. Manuel Lallinger spielte sehr gute 595 Kegel und hielt das Chambtalerteam weiterhin im Rennen. Auch Philipp Grötsch zeigte mit 573 Kegel eine sehr gute Leistung, so dass der Einzug in das Halbfinale bereits sicher war. Am Ende belegte man hinter Zalaegerszegi aus Ungarn Platz zwei in der Quali und musste im Halbfinale gegen das drittplatzierte Team KK Calcit Kamnik aus Slowenien antreten.

Unglücklicher Start im Halbfinale

Im Halbfinale ging das Chambtalerteam als Favorit in die Partie, den der Gegner hatte in der Qualifikation um 115 Kegel weniger auf dem Konto als das Chambtalerteam. Mit Daniel Schmid wollte man zum Beginn einen starken Mann präsentieren. Im zur Seite spielte Alexander Raab, der in der Quali pausierte. Daniel Schmid verlor jedoch den ersten Satz gegen Jure Starmann mit 148:151 Kegel. Als er jedoch den zweiten Satz mit 165:131 Kegel klar gewann, schien es in die richtige Richtung zu laufen. Im dritten Satz musste er sich mit 147:147 Kegel mit einem Unentschieden begnügen, so dass er im letzten Satz mindestens ein Remis benötigte. Mit 141:150 Kegel ging aber dieser Satz verloren. Mit 601:579 Kegel spielte zwar Daniel Schmid in dieser Partie die Bestleistung, musste aber mit 1,5:2,5 Sätzen den Mannschaftspunkt abgeben. Alexander Raab konnte den ersten Satz mit 153:148 Kegel für sich entscheiden. Er spielte zwar in den drei darauffolgenden Sätzen auf Augenhöhe mit Kristjan Milatovic, zog aber mit 125:129, 136:140 und 127:129 Kegel dreimal den Kürzeren. Mit 1:3 Sätzen und 541:546 Kegel musste er den Mannschaftspunkt ebenfalls knapp abgeben. Mit einem 0:2 Rückstand verlief der Start somit nicht planmäßig. Im Gesamtergebnis lag man aber mit 1142:1125 Kegel um 17 Zähler vorne.

Im Mittelfeld spielte das tschechische Duo Milan Svoboda und Michael Kotal. Svoboda gewann den ersten Satz gegen Igor Zamljen mit 139:127 Kegel, verlor aber anschließend knapp mit 134:136 Kegel. Als er den dritten Satz mit 143:134 erneut gewann, spielte sich der Raindorfer einen kleinen Vorsprung heraus. Mit 137:137 Kegel verteidigte er diesen Vorsprung und holte mit 2,5:1,5 Sätzen und 553:534 Kegel den wichtigen Mannschaftspunkt bei der Aufholjagd. Michael Kotal zeigte wie bereits in der Quali eine sehr gute Leistung. Mit 147:139 und 154:140 Kegel gewann er die ersten beiden Sätze und erspielte sich eine gute Ausgangsposition gegen Gasper Burkeljca. Den dritten Satz musste er zwar mit 147:151 Kegel knapp abgeben, doch mit 146:132 Kegel konnte er den vierten Satz erneut gewinnen. Bei 3:1 Sätzen und 594:562 Kegel holte auch er für das Chambtalerteam den Mannschaftspunkt. Somit glich man auf 2:2 nach Mannschaftspunkten aus und auch im Gesamtergebnis lag man mit 68 Zählern in Front.

Zum Schluss sollten Manuel Lallinger und Philipp Grötsch den Einzug in das Finale perfekt machen. Lallinger konnte die ersten drei Sätze gegen Peter Jantol mit 145:138, 150:148 und 145:142 gewinnen, so das er den letzten Satz mit 140:148 Kegel ruhig abgeben konnte. Mit 3:1 und 580:576 Kegel war der dritte Mannschaftspunkt für das Chambtalerteam sichergestellt. Philipp Grötsch lieferte sich gegen Marko Oman ein spannendes Duell, konnte aber die ersten beiden Sätze mit 146:145 und 147:138 Kegel gewinnen. Als er im dritten Satz mit 140:140 Kegel unentschieden spielte, war auch hier der Mannschaftspunkt in trockenen Tüchern. Den letzten Satz verlor er zwar mit 125:135 Kegel, doch bei 2,5:1,5 Sätze und 558:558 Kegel erkämpfte er sich den Mannschaftspunkt. Zum Schluss lag das Chambtalerteam mit 4:2 nach Mannschaftspunkten vorne. Mit einem Gesamtergebnis von 3427:3355 Kegel sicherte man sich auch die beiden Kegelpunkte, so dass man mit einem 6:2 Sieg in das Finale einzog.

Chambtalerteam in der Außenseiterrolle

Im Finale traf man auf das ungarische Team Zalaegerszegi TK, die in der Quali den ersten Platz mit 3580 Kegel belegten und auch im Halbfinale mit 3534 Kegel eine sehr gute Leistung zeigten. Somit war das Chambtalerteam diesmal in der Außenseiterrolle. Im Finale trat man deshalb mit einer völlig neuen Mannschaftsaufstellung an. Diesmal stellte man Milan Svoboda und Christian Schreiner in die Startpaarung. Milan Svoboda spielte dabei gegen Claudiu Boanta, der mit 645 Kegel in der Quali die absolute Bestleistung spielte. Mit 150:129, 148:145, 161:143 und 158:157 Kegel gewann Svoboda alle vier Sätze und hielt Boanta mit 4:0 und 617:575 Kegel nieder. Christian Schreiner kämpfte gegen Adam Farkas und musste sich im ersten Satz mit 143:148 Kegel geschlagen geben. Mit 163:142 und 162:153 Kegel gewann Schreiner die nächsten beiden Sätze deutlich und verschaffte sich einen klaren Vorsprung. Zwar ging der vierte Satz mit 141:155 Kegel erneut verloren, doch bei 2:2 Sätzen und 609:598 Kegel ging auch hier der Mannschaftspunkt an das Chambtalerteam. Mit 2:0 und plus 53 Kegeln erspielte man sich im ersten Drittel der Begegnung einen schönen Vorsprung heraus.

Im Mittelfeld sollten Michael Kotal und Manuel Lallinger für die Vorentscheidung sorgen. Kotal unterlag im ersten Satz gegen Sandor Farkas mit 137:150 Kegel. Anschließend gewann er jedoch die nächsten beiden Sätze mit 148:138 und 152:144 Kegel. Den letzten Satz musste er mit 136:142 Kegel aber wieder abgeben. Bei 2:2 Sätzen verlor er mit 573:574 Kegel um einen Zähler den Mannschaftspunkt. Manuel Lallinger gab den ersten Satz mit 151:158 Kegel ab, behielt aber anschließend mit 160:145 Kegel die Oberhand. Mit 145:155 und 145:153 Kegel zog er aber in den letzten beiden Sätzen den Kürzeren, so dass auch hier mit 1:3 Sätzen und 601:611 Kegel der Mannschaftspunkt an die ungarische Mannschaft ging. Mit 2:2 musste man nach dem zweiten Drittel den Ausgleich bei den Mannschaftspunkten hinnehmen. Im Gesamtergebnis lag man aber noch mit 42 Kegeln in Führung.

Zum Schluss sollten es dann Daniel Schmid und Philipp Grötsch richten. Daniel Schmid spielte gegen Balazs Rudolf/Zoltan Feher Flavius und gewann alle vier Sätze mit 149:148, 141:140, 143:115 und 154:138 Kegel. Am Ende holte er mit 4:0 und 587:541 Kegel den wichtigen dritten Mannschaftspunkt für Raindorf. Philipp Grötsch konnte sich gegen Attila Nemes im ersten Satz mit 147:133 Kegel durchsetzen, verlor aber die restlichen drei Sätze mit 123:141, 138:148 und 123:141 Kegel. Mit 1:3 Sätzen und 531:561 Kegel musste er den Mannschaftspunkt abgeben. Mit 3:3 stand es am Ende des Finales nach Mannschaftspunkten ausgeglichen, so dass das Gesamtergebnis entscheidend war. Mit einem Endergebnis von 3518:3460 Kegel hatte hier das Chambtalerteam die Nase vorn, so dass man sich den Sieg im NBC-Pokal holte.

Riesenfreude herrschte nach Spielschluss beim Chambtalerteam und seinen zahlreichen Anhängern. Teammanager Diermeier zollte dem Team hohes Lob. Durch Teamgeist, Kampf und einer hervorragenden Unterstützung der zahlreichen Fans konnte man einen weiteren großartigen Erfolg in der Vereinsgeschichte feiern.

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