Zum Europapokal ging die Reise der Chambtalkegler nach Backa Topola (Serbien). Mit Kleinbussen und der Unterstützung von zahlreichen Fans hat man sich auf die Reise nach Serbien gemacht. Nach den Abgängen und der Umstellung des Kaders mit jungen talentierten Spielern war man jedoch in diesem Jahr in der Außenseiterrolle. Ziel war jedoch, mindestens Platz fünf zu erreichen, der für die Qualifikation zur Championsleague ausreicht. Mit dem vierten Platz in der Qualifikation erreichte man sogar das Halbfinale, so dass man am Freitag und Samstag weiterhin im Wettbewerb dabei war.
Obwohl die Quali bereits am Dienstag begann, kamen die ersten beiden Spieler erst am Mittwoch zum Einsatz. Daniel Schmid konnte dabei mit 612 (140, 166, 159 und 147) Kegeln einen guten Start hinlegen. Als zweiter Spieler ging Milan Svoboda an den Start. Mit 599 (157, 147, 147 und 148) Kegeln erreichte auch er ein gutes Ergebnis, so dass man weiterhin gut im Rennen lag. Am Donnerstag konnte auch Elias Hollmeier liefern. Mit 603 (159,159,151 und 134) Kegeln hielt er das Chambtalerteam im Rennen. Jedoch kamen anschließend Manuel Rohrmeier/Dominik Scharf (eingew. nach Wurf 60) lediglich auf 561 (133,133,137 und 158) Kegeln und auch Michael Kotal/Alexander Raab (eingew. nach Wurf 60) kamen nicht über 558 (149,130,150 und 129) Kegeln hinaus. So geriet man
etwas in Rückstand und dass gefasste Ziel hatte man aus den Augen verloren. Zum Schluss konnte aber Mannschaftskapitän Mathias Weber noch das Ruder herumreißen. Mit 624 (145, 154, 156 und 169) Kegeln konnte er besonders auf der letzten Bahn an der Konkurrenz vorbeiziehen. Mit insgesamt 3557 Kegeln belegte man den vierten Platz in der Qualifikation und schaffte den Einzug in das Halbfinale. Dort traf man auf den Sieger der Quali Trstena Starek (Slowakei), der überragende 3767 Kegeln spielte. Das zweite Halbfinale bestritten SK FWT Composites Neunkirchen (Österreich) als zweiter der Quali mit 3660 Kegeln gegen den dritten KK Zadar (Kroatien) mit 3618 Kegeln.
In der krassen Außenseiterrolle befand sich das Chambtalerteam im Halbfinale gegen Trstena Starek. Das Chambtalerteam begann mit Milan Svoboda, Mathias Weber und Dominik Scharf. Svoboda zeigte dabei eine sehr starke Leistung und bezwang Marcel Ivancik mit 3:1 und 628:610 (175:155,165:155, 137:129 und 151:171) Kegeln. Auch Mathias Weber konnte gegen Daniel Pazitny/Peter Sibal (eingew. nach Wurf 37) mit 3:1 und 613:573 (167:129, 159:145, 157:137 und 130:162) Kegeln die Oberhand behalten. Dominik Scharf dagegen zog gegen Tibor Varga mit 1:3 und 562:584 (149:158, 141:171, 130:131 und 142:124) Kegeln den Kürzeren. So lag man vor den Schlusspaarungen mit 2:1 und 1803:1767 (+36) Kegeln in Führung. Im zweiten Spielabschnitt kamen Michael Kotal, Daniel Schmid und Elias Hollmeier für das Chambtalerteam zum Einsatz. Kotal konnte auch in seinem Duell gegen Richard Toth nicht an sein Leistungsvermögen anknüpfen und verlor sein Duell deutlich mit 0:4 und 567:617 (137:152, 136:144, 143:159 und 151:162) Kegeln. Daniel Schmid zeigte zwar eine gute Leistung, doch gegen die Tagesbestleistung von Congor Baranj konnte er mit 1:3 und 605:635 (148:164, 150:157, 172:157 und 135:157) Kegeln nicht mithalten. Elias Hollmeier hielt seinem Duell gegen Janos Brancsek lange offen, konnte aber auf der letzten Bahn nicht mehr mithalten. Mit 1:3 und 582:615 (161:149, 136:144, 144:150 und 141:172) Kegeln ging ach dieser Mannschaftspunkt an Starek. Am Ende lag man mit 2:4 Mannschaftspunkten zurück. Mit einem Gesamtergebnis von 3557:3634 (-77) Kegeln verlor man auch die beiden Kegelpunkte, so dass man sich mit 2:6 im Halbfinale geschlagen geben musste. (Bild links zeigt Milan Svoboda, der mit 628 Kegeln das beste Einzelergebnis der Chambtalkegler spielte)
Im Spiel um den dritten Platz traf man auf den österreichischen Vertreter SK FWT Composites Neunkirchen, der im Halbfinalspiel gegen KK Zadar mit 2:6 und 3560:3569 Kegeln unterlag. Zum Beginn der Partie nahm man eine kleine Umstellung vor. Neben Milan Svoboda und Mathias Weber stand diesmal Manuel Rohrmeier in der Startformation. Milan Svoboda konnte an seiner guten Leistung des Vortages nicht anknüpfen und verlor gegen Markus Vsetecka die ersten drei Sätze mit 150:165, 134:147 und 125:149 Kegeln. Anschließend kam nach Wurf 90 Dominik Scharf für Svoboda ins Spiel und gab seinen Satz ebenfalls mit 136:167 Kegeln ab, so dass mit 0:4 und 545:638 Kegeln der Punkt an Neunkirchen ging. Mathias Weber lieferte sich gegen Michal Pytlik ein Duell auf Augenhöhe, musste sich aber am Ende mit 2:2 und 605:628 (158:179, 156:154, 145:160 und 146:135) Kegeln geschlagen geben. Manuel Rohrmeier hielt das Duell gegen Milan Blecha lange offen. Am Ende konnte Rohrmeier in der Schlussphase des Duells nicht mehr mithalten und verlor mit 1:3 und 550:572 (140:132, 128:133, 139:144 und 143:163) Kegeln. So war mit einem 0:3 Rückstand mit 1700:1832 (-123) bereits die Vorentscheidung gefallen. Zum Schluss spielten erneut Michael Kotal, Daniel Schmid und Elias Hollmeier für das Chambtalerteam. Nach dem großen Rückstand kam das Chambtalerteam überhaupt nicht mehr ins Spiel zurück. Michael Kotal/Alexander Raab (eingew. nach Wurf 60) verloren gegen den Tagesbesten Philipp Vsetecka klar mit 518:667 (134:153, 126:161, 110:177 und 148:176) Kegeln. Daniel Schmid konnte zwar gegen Michael Gollubitsmit 3:1 und 582:564 (147:124, 164:143, 121:165 und 150:132) Kegeln den Mannschaftspunkt holen, doch Elias Hollmeier unterlag gegen Manuel Spreng ebenfalls mit 1:3 und 544:581 (136:148, 136:161, 145:128 und 127:144) Kegeln. Bei 1:5 Mannschaftspunkten gingen mit einem Gesamtergebnis von 3344:3650 Kegeln auch die beiden Kegelpunkte an die Österreicher, so dass man das Spiel um Platz drei mit 1:7 verlor. Trotzdem war es ein gutes Turnier mit dem Erreichen des Halbfinales und der Qualifikation für die Championsleague.